Zum Inhalt springen

Besonderer Einsatz für Uganda: Bischof Nikolaus aus dem Seebachgrund feiert Jubiläum

Datum:
Veröffentlicht: 8.12.20
Von:
Stefan Reinmann

Diesen Bischof aus Hannberg lieben Kinder in Deutschland und in Afrika!

Einsatz mit Bischofsstab und Überraschungen: Wie Thomas Scharf als Bischof Nikolaus die Kinder im Seebachgrund, im Landkreis ERH und in Uganda gleichzeitig beschenkt. Der Sachausschuss „Mission, Entwicklung und Frieden" der Pfarrei Geburt Mariens Hannberg hat sich mit dem engagierten Unterstützer in seinem Jubiläumsjahr unterhalten.
Im Alltag ist Thomas Scharf aus Klebheim Bankmitarbeiter bei der Raiffeisenbank Seebachgrund. Doch einen Teil seines Jahresurlaubs setzt er für ein ganz außergewöhnliches Hobby ein, das er nur im Dezember ausüben kann: Er spielt Bischof Nikolaus. Nicht nur mittlerweile für seine eigene Tochter, sondern für Dutzende Kinder im ganzen Landkreis Erlangen-Höchstadt. In diesem Jahr feiert Thomas Scharf sein inoffizielles Jubiläum: „Seit zehn Jahren mache ich das. Auf die Idee bin ich durch Nachfrage einer Arbeitskollegin gekommen, ob ich ihre Familie besuchen könnte. Das war 2010 in Hesselberg.  In diesem Jahr sind es 18 Familien, die ich besuche“, erklärt er. Dafür benötigt er zwei Tage.
Sieben Schulklassen und vier Kindergartengruppen hat er seitdem besucht. 
2020 ist ein ganz besonders herausforderndes Jahr, das der Bischof Nikolaus aus dem Seebachgrund aber geschickt gemeistert hat: Thomas hat vier Videobotschaften verschickt. Entweder wegen Quarantäne der Eltern oder Krankenhausaufenthalt oder wegen besonderer Vorsicht wegen Corona-Auflagen.
In diesem Jahr fanden die Besuche nur im Freien statt. Es gab keine Umarmung, sondern Abstand. Und vor jedem Auftritt wurden die Hände desinfiziert und frische Handschuhe angezogen.
„Es war mir wichtig, dass der Nikolaus gerade in so einem Jahr nicht ausfällt!“
Die Kinder haben es ihm gedankt. 
Die Eltern schicken vorab an Thomas die Informationen für das goldene Buch. Positive und negative Punkte. Die der erfahrene Nikolaus dann gut, sympathisch und freundlich den Kindern mitteilt. 
„Die Kinder sind so glücklich“, schwärmt Thomas von seinem ganz besonderen Ehrenamt. „Es macht Spaß, den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“
Auch die eigentlich nicht geplanten Treffen mit unbekannten Kindern auf der Straße gefallen Thomas. Für solche Fälle hat der geübte Bischof  immer eine kleine Schokoladenfreude dabei und kann auch die Kinder glücklich machen, die nicht im Goldenen Buch stehen. Wie am 5. oder 6. Dezember zum Beispiel in Hemhofen, Neuhaus oder Niederndorf. Ganz spontan reicht der Nikolaus aus dem Auto oder am Gehweg den Kindern eine Schokolade. Dabei profitieren nicht nur die Kinder hier in Franken, sondern indirekt auch die Kinder in Hannbergs Partnerpfarrei Busagula. Denn die Unkosten, die Thomas Scharf für seinen professionellen Auftritt bei den Kindern von den Eltern erhält, spendet er traditionell der Jugendarbeit in der Diözese Masaka in Uganda. 
„Somit sind die Kinder hier froh. Ich bin froh. Und auch die Kinder in Uganda“, sagt Thomas.
Zum Schluss verrät uns Thomas noch sein witzigstes Erlebnis in den vergangenen zehn Jahren Bischofsarbeit für den guten Zweck:
„Das witzigste Erlebnis war vor einigen Jahren in einem Schnellrestaurant. Ich war in der Raiffeisenbank auch Nikolaus und die Kollegen gingen mittags in dieses Restaurant zum Essen. Da bin ich spontan in Bischofsverkleidung mitgegangen. Die Angestellten dort waren sehr überrascht, als sie mich sahen. Denn um 14 Uhr sollte ihr gebuchter Weihnachtsmann kommen.
Das Missverständnis, das ich nicht der bestellte Weihnachtsmann war, wurde schnell aufgeklärt und der Nikolaus war selbstverständlich vom Restaurant-Chef zum Mittagessen eingeladen.“